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Fuck Rassismus

AntiNazi_400

Während die ver.di Jugend dieses Wochenende ihre 3. Bundesjugendkonferenz hat, organisiert die Berliner Neonaziszene klammheimlich einen „Groß“aufmarsch. Unter dem Motto „Wahrheit macht frei“ hat der NPD-Funktionär Sebastian Schmidtke einen Aufzug von 12 bis 20 Uhr angemeldet. Damit stellen die Neonazis einen direkten Bezug zu dem zynischen Spruch über dem Eingangstor von Auschwitz her. Die ver.di Jugend ruft zu Protesten gegen den Aufmarsch auf und entsendet eine Delegation von der Konferenz direkt zur Blockade.

In den vergangenen Jahren mussten Nazis zahlreichen herbe Niederlagen einstecken. Die ver.di Jugend hatte dieses und letztes Jahr mit einem breiten Bündnis den bisher größten Naziaufmarsch Europas in Dresden erfolgreich blockiert. Auch in Berlin und anderen Städten konnte die Gewerkschaftsjugend vereint mit Antifa-Gruppen und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen Naziaufmärsche verhindern oder zumindest stark verkürzen. Nun scheint die Szene mit kurzfristig bekanntgegebenen Aufmärschen auf eine neue Taktik zu setzen.

„Wir können auch kurzfristig mobilisieren. Nazis haben mit ihrer Meinung nichts auf der Straße zu suchen. Als Gewerkschaftsjugend haben wir unsere Lektion aus der deutschen Geschichte gelernt. Wir stellen uns den Nazis in den Weg. In Berlin, in Dresden und jeder anderen Stadt“, begründet Ringo Bischoff, der ver.di-Bundesjugendsekretär den kurzfristigen Aufruf. Zu dem provozierenden Motto der NPD-Veranstaltung kommt eine weitere Provokation hinzu: die Naziroute soll durch Kreuzberg 61 führen. Ein Stadtteil mit hohem Migrantenanteil und alter linker Tradition. Am Samstag den 14. Mai ruft die ver.di Jugend zu Blockaden des Naziaufmarsches auf.

11.30 Uhr | Mehringdamm/Columbiadamm (Tempelhof) Berlin KARTE
organisiert von ver.di-Jugend | Antifa Linke Berlin | VVN/BdA

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